Skandinavien 2010.

Fotos von Hanni und Jörg Raasch.

S

Norwegen im Herbst
Die Farben des Herbstes folgen uns nach Norwegen. Auch hier ist die herbstliche Pracht überwältigend. Die Bilder zeigen wie stets nur einen ersten Eindruck. Doch bald wenden wir uns weiter südlich. Unsere Reise findet ein Ende. In den letzten Septembertagen treffen wir wieder zu hause ein,- gesund und wohlbehalten.

Schweden im Herbst Teil 3
Vor ein paar Tagen war vom Herbst noch nicht viel zu spüren, jetzt sind jeden Tag Veränderungen sichtbar. Der gelbe Herbst geht sogar schon langsam in den roten Herbst über.

Nordlicht - Aurora Borealis
Auch oben auf dem Fjäll können wir im Spätsommer farbenprächtige Sonnenuntergänge bewundern. Der Tag ist aber damit noch nicht beendet. Mit Glück sind die mondlosen Nächte wolkenlos. Wir sehen dann klar und deutlich die Milchstrasse und gegen Mitternacht im Norden einen fahlen Schein, das Nordlicht. Bei Belichtungszeiten bis 90 sec bei 1600 ASA am 12 mm Weitwinkel wirkt die durch die Erddrehung bewirkte relative Bewegung der Sterne noch nicht störend. Das Nordlicht erscheint aber dem bloßen Auge nur wie ein grüner Nebel, die rötlichen und violetten Komponenten werden erst mit der Sammlung der Langzeitbelichtung sichtbar.

Schweden im Herbst Teil 2
Inzwischen sind wir in Mittelschweden angekommen. Im Bergland sind die Birken schon gelb gefärbt, Blaubeeren, Zwergbirken und Krähenbeeren färben die Gebirgslandschaft orange bis rot.

Trappstiegsforsen
Der Treppenwasserfall in Nordschweden. Schon oft sind wir auf unseren Reisen hier gewesen. Und jedesmal freuen wir uns an den abwechslungsreichen Farben und Lichtern des Wasserfalls.

Schweden im Herbst Teil 1
Ende August, nach ein paar warmen Spätsommertagen, häufen sich die Vorboten des nahenden Herbstes. Für uns beginnt damit ein interessantes fotografisches Themaq: der Herbst in Skandinavien, mit den eindrucksvollen Farben. Im südlichen Lappland finden wir eine erste Begegnung mit dem Herbst, seinen Farben und dem erneut kühlen Wetter.

Engeloya
Die norwegische Atlantikküste ist einige tausend km lang. Sie ist eingeschnitten durch zahllose tiefe Fjorde und es gibt vielleicht noch mehr Halbinseln und vorgelagerte Inseln. Die meisten davon sind dem Reisenden aus Mitteleuropa ganzlich unbekannt. Man kennt sicher die Lofoten, Vesteralen, vielleicht noch Senja und das Nordkapp, - aber darüberhinaus?
Engeloya gehört zu den wirklich unbekannten Halbinseln, die auch noch kaum von Touristen besucht worden ist. Hier eröffnet sich ein ungeheuer ergiebiges Betätigungsfeld für weitere Reisen.

Tranoy
Von Tranoy auf der Insel Hamaroya haben wir einen wunderbaren Blick auf die Lofoten. Im Spätsommer haben wir angenehme Tage und weitere farbenprächtige Sonnenuntergänge.

Nachtrag Andoya
Hier versuchen wir, einen Filmclip im Internet darzustellen.


Andoya
Wie die Zeit vergeht! Unser Auto hätte gern eine 15.000 km-Inspektion mit neuem Motoröl. Wir warten auf den Termin auf der schönen Insel Andoya auf den Vesteralen. Wir besuchen die Pottwale, sammeln Blaubeeren und fotografieren auch hier herbstlich gefärbte Moorpflanzen sowie Blaubeeren und Moltebeeren. Sonnenuntergänge direkt an unserem Übernachtungsplatz vervollständigen das Erlebnis. Manch einer glaubt ja, dass Sonnenuntergänge kitschig sind. Aber ist Kitsch nicht eher eine Frage des Betrachtungskontextes als der Naturbeobachtung selber?

Abisko
Zwischen Kiruna und Narvik, direkt an der bekannten Eisenerzbahn, befindet sich der Abisko-Nationalpark, Ausgangspunkt des beliebten Wanderweges Kungsleden. Immer wenn wir hier in Nordschweden sind, unternehmen wir eine gute Wanderung. Aber mit dem immer wohlgefüllten Fotorucksack schaffen wir nur 15 km hin, und zurück. Diesmal stellten wir an einem reifen Sommertag allererste Anzeichen des nahenden Herbstes fest: einzelne Birkenblätter färben sich nun schon gelb. Bald wird es wieder Frost geben und dann fehlt nur noch sonniges Wetter, so wie an diesem wunderschönen Wandertag im Abisko.

Brandung: Wasser gegen Fels
Im Norden von Senja finden wir den Erstfjorden mit dem eindrucksvollen Bergpanorama des Okshornan. Von den Felsen können wir die Brandung bewundern. Hier ist es möglich, seitwärts in die Brandungswalze hineinzufotografieren, was wir ausgiebig versuchen.

Senja
Wieviele Inseln mag es vor der Küste Norwegens geben? Eine davon ist Senja, nördlich von den Lofoten gelegen. Hier gibt es herbe nordische Landschaft, klare Fjorde mit bunten kleinen Dörfern an den Ufern. Norwegen – ganz normal, keine besonderen Sensationen. Aber unglaublich schön.

Ferientage im Norden
August. Die Vögel haben nun ihre Küken alle großgezogen. Nun erholen sie sich und legen Fettreserven an für den Fortzug in die Winterquartiere. Nun sind sie nicht mehr vor die Kamera zu locken. Wir erholen uns nun auch und fahren im Norden von Norwegen herum, besuchen wieder all die schönen Plätze, die wir von früheren Reisen kennen. Das Wetter ist nun gemäßigt sommerlich, auch wenn es öfter mal regnet.

Slettnes Fyr
Rund um den bekannten nördlichsten Leuchtturm des europäischen Festlandes in Slettnes Fyr liegt eine wilde, felsige Küstenlandschaft. Wir verbringen hier einige Tage und erleben wieder die abwechslungsreichen Lichtstimmungen des Eismeeres.

Kiberg
Ein kleines Dorf direkt am Varangerfjord. Die Menschen hier sind wohl nicht besonders arm, wie man an den Autos sehen kann. Aber sie leben einfacher als in den mitteleuropäischen Metropolen. Wie an sehr vielen Orten der Subarktis kann man erschüttert sein über den Zustand der Häuser: die Bausubstanz macht mitunter keinen gepflegten Eindruck. Aber den größten Teil des Jahres deckt der Schnee alles zu, und der Sommer ist so wertvoll, dass man ihn nicht mit „Häusle-reparieren“ verbringt. Viel besser ist es doch, angeln zu gehen! Dies scheint die Sommer-Dauerbeschäftigung vieler Norweger zu sein.

Und wieder: Mitternachtssonne und Wetter
Jeder Abend bietet eine Variation des Themas: "Mitternachtssonne setzt sich nur mühsam gegen die Wolken durch". Fast immer gibt es spezielle Farbspiele oder ungewöhnliche Wolkenformationen. Das Wetter ist hier immer sichtbar. Immer wieder gehen wir abends und nachts raus, um nur nochmal eben ein oder zwei Bilder...

Hornoya
Ein Höhepunkt jeder Varanger-Reise ist ein Besuch der Vogelinsel Hornoya. Wir waren hier schon oft und ergänzen nur unser Bildarchiv. Aber das Erlebnis ist unvergleichlich, wenn die Papageitaucher und Lummen, Krähenscharben und Möwen in schnellem Flug zwischen dem Meer und ihrem Nest pendeln.

Viele Vögel leben in der Adlerbucht
Mantelmöwen, Silbermöwen und Sturmmöwen finden das für unsere Adler bestimmte Futter als Erste. Hungrig und gierig machen sie sich über die Fische her. Das kalkulieren wir ein. Drei Viertel des Futters geht sicher an die Möwen, und dann muss noch genug für die Adler nachbleiben. Aber in der Bucht leben auch Pfuhlschnepfen und Sandregenpfeifer und viele andere, die das Adlerfutter nicht beachten.

Seeadler
Wir nennen sie die Adlerbucht. Hier leben 4 Seeadler, ein Paar und ihre Jungen vom Vorjahr. Eigentlich leben sie in den Bergen, aber jeden Tag zur Ebbe kommen sie in die Bucht. Hier ist der Wasserstand niedrig, bei Ebbe fällt die Bucht fast trocken und die Kelpfelder werden sichtbar. Einige Fische erreichen nicht rechtzeitig das tiefe Wasser. Die Seehasen bewachen ihre Brut und bleiben im nassen Kelp. Dann werden sie leichte Beute für Seeadler und Mantelmöwen. Wir ergänzen den Speiseplan der Seeadler und versuchen, sie vor unsere Tarnzelte zu locken.

Mittsommernacht auf Varanger
Auf Varanger wird es zwischen Ende Mai und Ende Juli niemals dunkel. Man ist versucht zu sagen, dass die ganze Zeit die Sonne scheint, das macht sie aber nur über den Wolken. Immerhin können wir manchmal zur Mitternacht die Licht- und Farbspiele bewundern, wenn die tiefstehende Mitternachtssonne die fetten Regenwolken von unten beleuchtet, aber nur einige und nur teilweise, der Rest liegt im relativen Schatten.
Die hier gezeigten Bilder wurden alle in unserer Adlerbucht aufgenommen, wobei wir uns nur wenige Meter vom Wohnwagen entfernten. Dadurch wird deutlich, wie vielgestaltig die Wetterentwicklung innerhalb weniger Nachtstunden ist.

Sumpfohreule
Einige Male hatten wir sie in den letzten Wochen schon beobachtet, aber für unsere Objektive blieb sie stets unerreichbar. Nach dem schönen Fußballspiel gegen Argentinien sahen wir sie dicht neben der Straße, sie verspeiste ihre Maus. Da konnten wir einige Fotos aufnehmen, von unserer Sumpfohreule.

Unsere Sumpfohreule führt vor, wie sie als Feinschmecker ihre fangfrische und noch warme Maus verzehrt. Als Erstes frisst sie den Kopf. Den zweiten Gang bilden die pikanten Eingeweide und Innereien. Das Mahl der Sumpfohreule wird abgeschlossen mit dem festen Muskelfleisch der Maus, Steaks, Schinken und Haxen, alles inclusive Fell und Knochen. (Aber ohne Rotwein :-( ).

Frisch geschlüpfte Küken auch bei den Goldregenpfeifern
Ende Juni haben auch die Goldregenpfeifer ihre Küken. Tapsig klettern sie über die flache Bodenvegetation und sind darauf angewiesen, ständig von den Eltern gewärmt zu werden. Es ist noch recht kühl, am Tage wird es in diesem Jahr kaum wärmer als 10 Grad.

Weitere Vogelbeobachtungen auf Varanger
Mit gesundheitsbedingt größter Ruhe und Gelassenheit verbringen wir Woche um Woche in der eindrucksvollen Natur auf der Varanger-Halbinsel. Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten stehen Vogelbeobachtungen und Fotos. Hier geben wir einen kleinen Eindruck von Bildern verschiedener Vogelarten, die als "Nebenthemen" jeden Tag so mitlaufen. Mal sehen wir Spornammern, Bruchwasserläufer oder Steinschmätzer, einen anderen Tag findet sich nach drei Tagen Ostwind in der Bucht von Ekkerøy ein Gelbschnabeltaucher, der eigentlich in Sibirien lebt. Viele weitere Arten machen den Tag sehr abwechslungsreich.

Der erste Tag nach dem Schlüpfen der Regenbrachvögel
Drei Wochen lang haben wir die Regenbrachvögel beobachtet, nicht ständig, aber jeden Tag waren wir kurz da, um zu sehen, wie sie auf ihrem Gelege brüten. Nach drei Wochen schlüpfen die Küken. Den ersten Tag der drei Kleinen haben wir zum Teil miterlebt. Sehr viele Bilder sind entstanden, hier ist nur ein kleiner Eindruck.

Flugkünste der Schmarotzerraubmöwen
Die Schmarotzerraubmöwen verteidigen eifrig und sehr agressiv ihr Revier gegen jede Störung. Hier liegt das Nest, hier ziehen sie ihre Küken auf: da wird jeder Eindringling vertrieben, es setzt Schnabelhiebe. Wir bitten die Schmarotzerraubmöwen, uns ihre spektakulären Flugkünste für ein paar Minuten zu zeigen.

Eisenten haben niemals kalte Füße
Die Eisenten können wir nur bewundern. Wir sitzen am Ufer mit unseren warmen Stiefeln und haben nach ein paar Stunden kalte Füße, und die Eisenten legen sich zum Schläfchen auf das kuschelig warme, immerhin abschmelzende Eis auf einem noch teilweise zugefrorenen See.

Falkenraubmöwen in Syltefjorddalen
Wir treffen eine Gruppe von mehr als 30 Falkenraubmöwen, die sich ja eigentlich gern von Lemmingen ernähren. Aber im Frühjahr, nach der Schneeschmelze, ernten sie die übrigen Krähenbeeren und Preisselbeeren des Vorjahres. Das geht nur an Stellen, wo im Winter der Schnee so dick lag, daß Rentiere und andere nicht an die leckeren Beeren herankamen. Diese sind nun vitaminreich und nahrhaft, vielleicht etwas angegoren aber wohlschmeckend. Eine starke Kost zum Kräftesammeln nach dem Vogelzug und zur Vorbereitung auf das Brutgeschäft. Wie Hühner watscheln die eindrucksvollen Hochleistungsflieger über das Fjell, picken blitzschnell die Beeren auf und schlagen sich die Bäuche voll. Den Winter verbringen sie auf dem Südatlantik.

Kongsfjorden: Felsen und Meer und mehr
Die Abendsonne lässt die Felsen in warmen Farben leuchten, da spielen auch Pflanzen und Flechten eine Rolle. Über dem Meer sammeln sich die saftigen Regenwolken und planen erneute Schauer.

Varanger-Hochland: Anfang Juni noch kein Frühling
Anfang Juni, aber hier ist noch eher Winterende als Frühlingsanfang. Viele Seen sind noch zugefroren oder haben zumindest viele Eisschollen, überall Schneefelder, Temperaturen um 3 Grad, eisiger Wind, Schneeregen horizontal, aber trotzdem wärmt die Sonne etwas. Sie setzt sich mühevoll gegen die kräftigen Wolkenfronten durch. Auch die Vögel singen nur vom Frühling und haben nichts anderes im Sinn.

Varanger, von Vadsø nach Hamningberg
Die Küstenstraße des Varangerfjords enthält viele interessante Orte, an denen die Tierwelt, die Pflanzen, aber auch die Geologie des Gebietes betrachtet werden können.

Wieder bei den Dreizehenmöwen in Ekkerøy
Bei jedem Aufenthalt auf Varanger besuchen wir die große Kolonie der Dreizehenmöwen in Ekkerøy. Bei guten Licht und geeigneter Windrichtung gibt es immer eine Chance zu neuen Bildansichten, jedenfalls kann man es versuchen.

Kampfläufer in Varanger: die Vögel mit der Löwenmähne
Im Frühjahr kann man in vielen Feuchtgebieten des Nordens die Balz der Kampfläufer beobachten. Wir haben diese Bilder auf der Halbinsel Varanger im Norden von Norwegen aufgenommen. Die Vögel sind hier völlig arglos und im "Balzrausch". Mit dem Tarnzelt sitzen wir in nur 8 m Entfernung und benutzen die großen Teleobjektive 4,0/500 und 5,6/300-800. Die Tiere werden dadurch nicht gestört oder sonst beeinträchtigt.

Die Männchen versuchen, sich mit der Pracht ihres Federkleides gegenseitig zu überbieten. Die Weibchen schlendern gelangweilt über die Balzarena, putzen ein paar ihrer Federn, und suchen sich mal hier mal da einen Partner aus. Ein kolossales Schauspiel, das wir bei bestem Licht und wahrlich frühlingshaften Temperaturen erleben konnten.

Wir bleiben mehrere Wochen bei den Kampfläufern, um mehr von ihnen zu sehen und die besten Licht- und Wetterbedingungen herauszufinden. Hier sind weitere Ansichten.

Landcruiser + Eriba Troll
So fahren wir durch Skandinavien...

Ansitzhütte in Hamra
Aus dem Ansitzversteck bei Hilmar fotografieren wir weiterhin einige Vögel der Moore und Wälder.

Hylströmmen
Jedes richtige Paradies hat wenigstens einen Wasserfall, eine Erkenntnis unserer zahlreichen Reisen (man denke nur an Island...). Wir besuchen wieder Petra und Hilmar Wichmann in Hamra und besichtigen den Wasserfall ihres Paradieses: Hylströmmen.
< Wir benutzen starke Graufilter, die bis zu 10 Blenden abdunkeln, um auch im gleissenden Gegenlicht mit langen Zeiten fotografieren zu können. >

Vögel im Wald
Am Ende hat jeder seinen Preis. Die netten Vögel im Wald bei Hällefors sind mit unseren Erdnüssen zu bestechen.

Kvismaren
Ein kleines Naturreservat mit Vogelseen und einer Hügellandschaft. Hier leben viele Ringelnattern und Kreuzottern. In Sandkulen wird es im Frühjahr schnell warm, obwohl es insgesamt noch ...kalt ist. Dann kommen die Tiere heraus, um sich in der Sonne zu wärmen. Scheu aber neugierig, arglos und freundlich; das beschreibt diese netten Wesen. Es sind keine Kuscheltiere, aber man muss sie mögen. Gibt es überhaupt Kuscheltiere? (Antwort: ja, im Spielwarengeschäft).

Hornborgasee im April
Wir nutzen jede Möglichkeit, die Kraniche, Singschwäne und die anderen Frühlingsgäste am Hornborgasee zu besuchen. Diesmal wollten wir vor allem unsere Flugaufnahmen verbessern, aber es haben sich noch ein paar andere Motive angeboten.

Hamra, Flatruet im Februar 2010
Eine Kurzreise Ende Februar / Anfang März. Oben auf dem Fjell hatten wir oft unter -30 Grad und kräftigen Wind.

Ein neues Auto, 02.2010